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-Photovoltaik und Bürgerenergie.

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Mitmach-Quiz

Wie gut kennen Sie die Agri-Photovoltaik?

Fünf Fragen, fünf überraschende Antworten – in zwei Minuten schlauer.

Nur ein Teil der deutschen Agrarfläche würde genügen, um rechnerisch den gesamten Strombedarf Deutschlands mit Agri-PV zu decken. Wie groß?

  1. rund 4 Prozent
  2. rund 15 Prozent
  3. rund 30 Prozent
  4. rund 45 Prozent

Rund vier Prozent – so die Abschätzung des Fraunhofer ISE. Drei Dinge sind dabei wichtig: Erstens geht diese Fläche nicht verloren – über 85 Prozent bleiben in landwirtschaftlicher Nutzung, denn nur die Stützen, andere Hardware und Wege beanspruchen Platz. Zweitens werden diese vier Prozent gar nicht alle gebraucht: Windenergie & andere Erneuerbare sowie PV auf Dächern, Parkplätzen und anderen versiegelten Flächen tragen den Löwenanteil bei. Drittens gehört Agri-PV nur an geeignete Standorte – auf Böden mit geringer bis mittlerer Bonität und dort, wo sie sich sinnvoll in die landwirtschaftliche Nutzung einfügt. Realistisch reden wir also über deutlich weniger als vier Prozent. Zum Vergleich: Energiepflanzen wie Mais und Raps belegen heute schon 13 Prozent der Agrarfläche – und dort ist der Anbau oft umweltschädlich, energetisch völlig ineffizient und de Boden für Lebensmittel tatsächlich weg.

Ein Hektar Acker, zwei Erträge: Wie viel mehr Strom liefert Agri-PV pro Hektar als Energiemais, der in einer Biogasanlage vergoren wird?

  1. etwa doppelt so viel
  2. etwa 8-mal so viel
  3. etwa 32-mal so viel
  4. etwa gleich viel

Etwa Faktor 32. Pflanzen wandeln Sonnenlicht mit rund einem Prozent Wirkungsgrad in Biomasse um, Solarmodule schaffen 20 Prozent und mehr. Und das Beste: Beim Agri-PV bleibt der Acker Acker – das Feld unter den Modulen wird weiter bestellt.

Im Hitzesommer 2018 verglichen Forschende an der Pilotanlage Heggelbach die Ernte unter den Solarmodulen mit einem Feld ohne Module. Was passierte mit dem Sellerie im Schatten?

  1. Totalausfall – zu wenig Licht
  2. 12 Prozent weniger Ertrag
  3. praktisch derselbe Ertrag
  4. 12 Prozent mehr Ertrag

Zwölf Prozent mehr. Auch Kartoffeln (+11 %) und Winterweizen (+3 %) profitierten – der Halbschatten bremste die Verdunstung, der Boden blieb feuchter. Ehrlich dazugesagt: Im normalen Jahr 2019 lagen die Erträge unter den Modulen deutlich niedriger. Agri-PV ist keine Wunderwaffe, aber ein Puffer gegen Dürre – und die wird in Brandenburg nicht seltener.

Damit eine Anlage offiziell als Agri-PV gilt (DIN SPEC 91434) und die Fläche landwirtschaftlich bleibt, muss weiter geerntet werden. Mindestens wie viel Prozent des normalen Ertrags?

  1. mindestens 33 Prozent
  2. mindestens 50 Prozent
  3. mindestens 66 Prozent
  4. mindestens 90 Prozent

Mindestens 66 Prozent des Referenzertrags. Dazu kommt eine Grenze für die Fläche, die durch Stützen, Wege etc. verloren geht: höchstens 10 Prozent bei hoch aufgeständerten Anlagen, höchstens 15 Prozent bei bodennahen. Diese Norm ist die Trennlinie zwischen echter Agri-PV und einem gewöhnlichen Solarpark auf dem Acker.

Kartoffeln ernten und gleichzeitig Strom – wie viel holt so eine Fläche in wirtschaftlicher Hinsicht im besten gemessenen Fall heraus, verglichen mit getrennter Nutzung (100 Prozent)?

  1. 83 Prozent
  2. 100 Prozent
  3. 186 Prozent
  4. 400 Prozent

186 Prozent. In Heggelbach wuchsen 2018 unter den Modulen 103 Prozent der Kartoffeln – und obendrauf kamen 83 Prozent des Solarstroms einer vergleichbaren PV-Anlage. Zusammen: 186 Prozent Ertrag von derselben Fläche. Genau darum geht es bei der doppelten Ernte.

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  • Volle Punktzahl! Toll. Mach weiter so! Setze dich mit uns für eine gerechte, umweltfreundliche und wirtschaftliche Nutzung der Agri-PV ein! Mitstreiter:innen in der Landwirtschaft, bei Energieunternehmen (inkl. Bürgerenergie!), in Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie in der Verwaltung und Politik werden gebraucht!
  • Richtig!
  • Knapp daneben – richtig ist BUCHSTABE.

Quelle der Zahlen: Fraunhofer ISE (Hrsg.), Leitfaden Agri-Photovoltaik.

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Mitmach-Quiz

Wie gut kennen Sie die Bürgerenergie?

Sechs Fragen zu einer Idee, die vielen gehört – und niemandem allein.

In einer Energiegenossenschaft hält jemand 50 Anteile, die Nachbarin einen einzigen. Wie viele Stimmen hat die Person mit den 50 Anteilen in der Mitgliederversammlung?

  1. 50 Stimmen – wer mehr einlegt, entscheidet mehr
  2. 5 Stimmen, gestaffelt nach Einlage
  3. Genau eine – wie die Nachbarin
  4. Das legt der Vorstand jedes Jahr neu fest

Ein Mitglied, eine Stimme – unabhängig davon, wie viel Geld jemand eingelegt hat. Wer mehr einbringt, bekommt am Ende mehr Dividende, aber nicht mehr Macht. Genau das unterscheidet Bürgerenergie von einem Fonds: Sie ist zuerst eine demokratische Struktur und erst danach eine Geldanlage.

Mit welchem Betrag steigt man bei den meisten Bürgerenergiegenossenschaften ein?

  1. ab 100 bis 600 Euro
  2. ab 5.000 Euro
  3. ab 25.000 Euro
  4. nur, wer ein eigenes Dach besitzt

100 bis 600 Euro reichen meist für einen Anteil, oft in Raten zahlbar. Damit ist Bürgerenergie eine der wenigen Formen der Energiewende, bei der es nicht aufs Vermögen ankommt – und das ist keine Nebensache, sondern der Kern der Idee.

Energy Sharing ist seit dem 1. Juni 2026 auch in Deutschland möglich. Was steckt dahinter?

  1. Nachbarn verlegen ein eigenes Kabel vom Dach zum Nachbarhaus
  2. Mehrere Menschen nutzen gemeinsam Strom aus einer Wind- oder Solaranlage in ihrer Region – geliefert über das öffentliche Netz
  3. Überschüssiger Strom wird den Stadtwerken geschenkt
  4. Mieter:innen beziehen Strom vom Dach ihres eigenen Hauses

Der Clou: Mitmachen kann auch, wer selbst gar keinen Platz für eine Solaranlage hat. Der Strom fließt über das ganz normale öffentliche Netz. Die letzte Antwort beschreibt Mieterstrom – der bleibt im selben Gebäude und ist etwas anderes. Ehrlich dazugesagt: Es hakt noch. Vielerorts fehlen die passenden Messgeräte, und finanzielle Anreize wie ermäßigte Netzentgelte gibt es in Deutschland bisher nicht. In Österreich schon – deshalb läuft es dort besser.

Ein Windpark gehört einer Bürgerenergiegenossenschaft statt einem überregionalen Konzern. Wie viel des Geldes bleibt dann in der Region?

  1. praktisch nichts
  2. 10 bis 20 Prozent
  3. 30 bis 40 Prozent
  4. 60 bis 80 Prozent

60 bis 80 Prozent bleiben vor Ort: Pachten, Gewerbesteuer, Aufträge an örtliche Betriebe, Ausschüttungen an Menschen aus dem Dorf. Das ist in Gemeindevertretungen oft das stärkste Argument – und der Grund, warum Beteiligung und Akzeptanz so eng zusammenhängen.

Wie viele Menschen in Deutschland sind Mitglied einer Energiegenossenschaft?

  1. rund 22.000
  2. rund 220.000
  3. rund 2,2 Millionen
  4. rund 22 Millionen

Rund 220.000 Menschen in knapp 1.000 Energiegenossenschaften. Zusammen haben sie etwa 3,6 Milliarden Euro investiert und erzeugen rund 8 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr. Vier von fünf betreiben Solaranlagen, ein Viertel Windparks, gut ein Viertel auch Wärmenetze. Viel Musik – und noch viel Luft nach oben.

Der Landesverband Bürgerenergie Brandenburg bündelt die Bürgerenergie im Land. Wer gehört zu seinen sieben Mitgliedsorganisationen?

  1. Inselwerke eG
  2. Oberhavelkraft eG
  3. die Landesregierung Brandenburg
  4. Bürgerenergie Teltow-Fläming eG
  5. ein überregionaler Energiekonzern
  6. PowerShift Brandenburg e.V.

Alle vier Genannten – und ja, wir selbst gehören dazu. Die sieben Mitglieder sind: Inselwerke eG, Oberhavelkraft eG, BEOS eG, Rehfelde Eigenenergie eG, ENergieGenossenschaft Westhavelland eG, Bürgerenergie Teltow-Fläming eG und PowerShift Brandenburg e.V. Weder die Landesregierung noch ein Konzern ist dabei, und das ist der Punkt: Bürgerenergie organisiert sich von unten. Der Landesverband vernetzt die Energiegemeinschaften im Land, macht sie sichtbarer und unterstützt gemeinsame Projekte.

  • Richtig!
  • Knapp daneben – richtig ist BUCHSTABE.
  • Alle richtig erwischt!
  • Nicht ganz – richtig sind BUCHSTABEN.
  • Bürgerenergie ist für viele noch ein blinder Fleck. Schön, dass Sie neugierig sind – bei uns können Sie tiefer einsteigen.
  • Ein Anfang. Das Spannende an der Bürgerenergie fängt genau hier an.
  • Sie haben die Grundidee erwischt. Für den Rest lohnt sich ein Blick in unsere Beiträge.
  • Solide Halbzeit. Sie wissen mehr als die meisten am Küchentisch.
  • Gut unterwegs! Da spricht jemand, der schon mal auf einer Mitgliederversammlung war.
  • Stark – nur eine Frage danebengegriffen.
  • Volle Punktzahl! Kommen Sie zu uns ins Team – wir suchen Mitstreiter:innen.

Wir sehen in der Agri-PV (auch in der Biodiversitäts- und Moor-PV) große Chancen für die Energiewende, die Artenvielfalt und die Landwirtschaft. Hier bieten wir eine Info-Sammlung zum Thema an – schauen Sie mal rein!  Und: Senden Sie uns auch gerne Ihre Hinweise!

Radtouren zu Klima- & Umweltprojekten

Wir lieben das Radfahren! Und verbinden es gerne mit Besuchen bei interessanten Orten oder Projekten.

Bei unserer Tour im August 2024 ging es zu einem klima- und biodiversitätspolitisch spannenden Moorgebiet in Brandenburg und dann zum Hof Windkind (im Löwenberger Land), wo wir den tollen Biohof und unsere dort errichtete erste Pilot-Agri-PV-Anlage besuchten.

Lesen Sie mehr im Bericht zur Tour.

Für andere Radgelegenheiten empfehlen wir auch gerne die Bio-Radtouren der FÖL e.V.!